ADAC-Rallye Deutschland vom 22. - 25. August 2002
– Weltmeisterschaftslauf erstmals auf deutschem Boden – Hyundai Motor
Deutschland GmbH unterstützt den deutschen Hoffnungsträger Armin Schwarz
aus Bayern – Sieben Automobil-Hersteller ringen um frischen Siegeslorbeer – Agile
Rallye-High-Tech von Hyundai – 200.000 Zuschauer werden in der Rallye-Metropole
Trier erwartet –
(Neckarsulm) Die Weltelite des Rallyesports trifft sich bei der ADAC-Rallye
Deutschland vom 22.-25.8.2002 in Trier - mit dabei das Hyundai Rallye-Team
und der deutsche Spitzenfahrer Armin Schwarz (Oberreichenbach) mit seinem Copiloten
Manfred Hiemer (München) auf Accent WRC3. Flankiert wird die Bayern-Crew auf
der über 1.440 Kilometer langen Strecke diesmal von den Belgiern Freddy Loix
und Sven Smeets im identischen Accent WRC-World Rally Car. Die rund 30 High-Tech-Boliden
der sieben engagierten Automobil-Hersteller sind natürlich die Hingucker unter
den insgesamt 90 genannten Teams aus 19 Nationen und damit der stärkste Anreiz
für die über 200.000 erwarteten Zuschauer bei diesem aller ersten WM-Lauf auf
deutschem Boden.
Schwarz-Heimvorteil im Accent WRC³
„Diese Rallye Deutschland ist für die meisten meiner internationalen Fahrerkollegen absolutes Neuland und bietet viele Überraschungen sowie reichlich Ungewohntes“, bestätigt Hyundai-Ass Armin Schwarz. „Und genau diese Tatsache ist unser klarer Heimvorteil - wir kennen uns sowohl auf den Prüfungen in den Mosel-Weinbergen und im Truppenübungsgelände Baumholder als auch im Saarland bestens aus“. Die Konkurrenz spricht nach den ersten Testfahrten von Ende Juli sogar von drei verschiedenen Rallyes und nicht nur von drei Tagesetappen. Copilot Manfred Hiemer schmunzelt: „Unsere Test mit dem 300 PS starken Allrad-Accent verliefen ausgesprochen gut, und ich freue mich zusammen mit Armin riesig auf die Auseinandersetzung auf diesen typisch deutschen Pisten mit fahrerisch reizvollem Spezi-Charakter“.
Die richtige Reifenwahl ist und bleibt der Knackpunkt dieser Rallye Deutschland.
Insbesondere auf den brüchigen Betonpisten in Baumholder - garniert mit rutschigem
Sandbelag und massiven Randbegrenzungen in Form der berüchtigten Hinkelsteine
- werden die Reifen extrem beansprucht. Armin Schwarz kalkuliert: „Da auf jeder Etappe andere Bedingungen vorherrschen, müssen die Pneus jeder Belastung gewachsen sein, ihre Haltbarkeit ist hier von entscheidender Bedeutung“.
Enger Tanz auf der Rasierklinge
Diese WM-Runde rund um Trier, Baumholder und St. Wendel bietet deutschen Fans
die einmalige Gelegenheit, Weltklasse-Fahrer in Aktion zu erleben. Ein bekanntlich
beinharter und hautenger Kampf um Sekundenbruchteile mit extrem hoher Leistungsdichte:
Nicht selten gewinnt ein Team nach rund 400 Bestzeitkilometern mit nur ein
paar Zehntelsekunden mit nur drei, vier Metern Vorsprung. „Ich glaube mein Team-Kollege Freddy Loix könnte hier mein größter Rivale werden, denn ein Großteil der Strecke ähnelt belgischen Rallyepisten“, taxiert Armin Schwarz. „Und die Peugeot- und Citroen-Fahrer, die erfahrungsgemäß auf Asphalt extrem schnell sind, schätze ich als stärkste Konkurrenten aus dem breiten Mitbewerber-Lager ein“.
HYUNDAI in der Rallye-Weltmeisterschaft
Die Hyundai Motor Company beteiligte sich erstmals 1998 an der Rallye-Weltmeisterschaft.
Es war ein mutiger Schritt für einen Auto-Hersteller ohne jegliche internationale
Motorsport-Erfahrung. Trotzdem dokumentierte Hyundai innerhalb von drei Wettbewerbsjahren
ein Leistungspotenzial, von dem zuvor niemand zu träumen gewagt hätte. Zudem
offeriert dieses Engagement zahlreiche Möglichkeiten, davon auch in anderen
Bereichen zu profitieren.
Erstens die öffentliche Wirkung: Bezogen auf die Zuschauer vor Ort und das
TV-Publikum sind Rallyes die populärste Motorsport-Disziplin. Bereits in 1999
verfolgten mehr als 4,8 Milliarden TV-Zuschauer diese Weltmeisterschaft und
16,5 Millionen Fans standen direkt an den Rallye-Pisten. Das Resultat für Hyundai
als fester Bestandteil der Rallye-Weltmeisterschaft ist, dass die Marke Hyundai
so einen weltweiten Bekanntheitsgrad erfährt und dabei zeigt, dass sie bereit
ist, sich un-ter sehr herausfordernden und schwierigen Bedingungen mit den
Wettbewerbern zu messen.
Zweitens ist die Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft eine sehr effektive
Methode, bedeutende Marken-Werte zu transportieren: Stärke, Sicherheit, Leistung,
Ausdauer, Belastbarkeit und Technologie-Fortschritt. Und drittens kommen die
Erfahrungen und das Wettbewerbswissen aus dem Rallye-Engagement dem Hyundai-Kunden
zugute, da immer wieder Sicherheitskomponenten oder technische Innovationen
aus den Rallye-Autos in den Serienbau einfließen.
Entwicklungsstufen des Accent WRC-World Rally Car
Hyundai wählte beim Rallye-Einstieg 1998 bewusst die so genannte Formel 2
(Fahrzeuge mit Zweiradantrieb), um erste technische und organisatorische Erfahrungen
in der Rallye-Weltmeisterschaft zu sammeln und zu prüfen. Nach zwei WM-Lehrjahren
fühlte sich Hyundai in der Lage, eine Stufe höher zur absoluten Spitze zu steigen
und sich mit dem WRC-World Rally Car in der Rallye-Weltmeisterschaft zu engagieren.
Die erste WRC-Generation, der Hyundai Accent WRC3, entsprach mit einem 300
PS starken Turbo-Motor mit Vierventilzylinderkopf sowie „intelligentem“ Allradantrieb
dem Branchenstandard, der es Hyundai ermöglichte, gegen höchst erfahrene Mitbewerber
wie Peugeot, Ford und Subaru in der Saison 2000 anzutreten.
Hyundai’s erstes Jahr in der Rallye-Königsklasse konnte nur ein reines Lehrjahr
sein, aber es dokumentierte bereits das Tempo, die Belastbarkeit und somit
das Wettbewerbspotenzial des Accent WRC. Nach einem soliden Saisonstart in
Schweden - zwei Accent am Start, zwei im Ziel - waren noch einige Rallyes und
Testsessions erforderlich, bis Alister McRae in Argentinien den ersten Markenpunkt
für Hyundai eroberte. Der erste WM-Zähler von insgesamt acht bis zum Saisonende,
was immerhin reichte, um sich vor dem tschechischen Team von Skoda zu platzieren.
Die zweite WRC-Generation, der Hyundai Accent WRC3, verfügte über ein leichteres
Chassis mit überarbeitetem Fahrwerk, um das für den Rallyesport maximierte
Handling zu optimieren. Die aerodynamischen Korrekturen reduzierten den Luftwiderstand,
verbesserten die aerodynamische Stabilität und erhöhten so insgesamt die Leistungsfähigkeit
des Fahrzeugs. Beim Antrieb wurde das aktive Front-Differenzial gewechselt,
das bereits bei den ersten beiden WM-Runden positive Resultate brachte. Die
elektronische Abstimmung und die Ladedruckkontrolle für den Motor wurden beide
nur mechanisch überarbeitet, um die Fahreigenschaften und das Ansprechen des
Triebwerks zu verbessern. Zum Saisonende 2001 standen bereits 17 WM-Punkte
- mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2000 - auf dem Hyundai-Erfolgskonto,
und wieder konnten die tschechischen Rivalen auf Abstand gehalten werden.
Nach dieser beachtlichen Gesamtleistung in nur vier Wettbewerbsjahren, nach
der Verpflichtung des Fahrer-Kaders Armin Schwarz, Freddy Loix sowie des vierfachen
Weltmeisters Juha Kankkunen und mit dem vielversprechenden Technik-Fortschritt,
der im März 2002 durch den neue Entwicklungsstufe Accent WRC3 verdeutlicht
wurde, verspricht die diesjährige Rallye-Saison für die Hyundai Motor Company
noch erheblich spannender zu werden.
Kontakt: www.hyundaiwrc.com oder www.hyundai.de
Das Hyundai-Rallye-Team
Teamchef DAVID WHITEHEAD (GB) Milton Keynes/GB
Geburtsdatum: 03.06.1957 Milton Keynes/Großbritannien; Familienstand: verh.,
zwei Kinder; Erlernter Beruf: Techniker; Seit 1993 Direktor von MSD-Motor Sport
Development
Fahrer ARMIN SCHWARZ (D) Oberreichenbach + Monaco
Geburtsdatum: 16.07.1963 Oberreichenbach/Bayern; Familienstand: verh.; Erlernter
Beruf: KFZ-Mechaniker; Ausgeübter Beruf: Rallye-Fahrer; Rallye-Debüt: 1983;
Rallye-WM-Debüt: 1988 - 1 WM-Sieg; Deutscher Meister 1987; Europameister 1996;
Hobbies: Jetski, Mountainbike, Klettern, Ski fahren
Beifahrer MANFRED HIEMER (D) München + Monaco
Geburtsdatum: 23.06.1961 Starnberg/Bayern; Familienstand: ledig; Erlernter
Beruf: EDV-Programmierer; Ausgeübter Beruf: Rallye-Fahrer; Rallye-Debüt: 1976;
Rallye-WM-Debüt: 1987; Deutscher Meister 1991; Europameister 1992; Schwarz-Copilot
seit 1998; Hobbies: Inline Skaten, Filme
Fahrer FREDDY LOIX (B) Dubai + Plan de Tour/F
Geburtsdatum: 10.11.1970 Tongeren/Belgien; Familienstand: verh., ein Kind;
Erlernter Beruf: Kaufmann; Ausgeübter Beruf: Rallye-Fahrer; Rallye-Debüt: 1989;
Rallye-WM-Debüt: 1993; Belgischer Meister 1994; Hobbies: Squash, Jetski, Moun-tainbike,
Enduros fahren
Beifahrer SVEN SMEETS (B) Monaco
Geburtsdatum: 12.05.1972 Hasselt/Belgien; Familienstand: verh., ein Kind;
Erlernter Beruf: Steuerberater; Ausgeübter Beruf: Rallye-Fahrer; Rallye-Debüt:
1993; Rallye-WM-Debüt: 1995; Loix-Copilot seit 1995; Hobbies: Squash, Fußball,
Tennis
Fahrer JUHA KANKKUNEN (FIN) Monaco + Laukaa/FIN
Geburtsdatum: 02.04.1959 Laukaa/Mittelfinnland; Familienstand: verh., zwei
Kinder; Erlernter Beruf: KFZ-Mechaniker; Ausgeübter Beruf: Rallye-Fahrer; Rallye-Debüt:
1978; Rallye-WM-Debüt: 1979 - 23 WM-Siege; Weltmeister 1986, 1987, 1991 und
1993; Hobbies: Golf, Angeln, Jagen, Snowmobile
Beifahrer JUHA REPO (FIN) Mikkeli/FIN
Geburtsdatum: 31.10.1957 Espoo/Finnland; Familienstand: verh., zwei Kinder;
Erlernter Beruf: Küchen-Verkäufer; Ausgeübter Beruf: Rallye-Fahrer; Rallye-Debüt:
1981; Rallye-WM-Debüt: 1982; Finnischer Meister 1989; Kankkunen-Copilot seit
1996; Hobbies: Snowmobile, Gute Küche, Sommerhäuser
Technische Daten: Hyundai Accent WRC3
Der Hyundai Accent WRC3 ist die logische Weiterentwicklung des WRC3, dessen
Schwerpunkte bei der Verbesserung des Triebwerks, des Fahrwerks, der Lenkung
und der Kühlung liegen. Das elektronische Motormanagement wurde komplett überarbeitet,
und alle Motorteile wurden modifiziert, um das Ansprechverhalten und somit
auch das Handling zu verbessern. Die neue Dämpferabstimmung ermöglicht zusammen
mit der überarbeiteten Fahrwerksgeometrie nicht nur eine bessere Traktion,
sondern erhöht auch insgesamt den stabileren Vortriebslevel. Dieses neue Fahrwerk
wurde bei der Schweden-Rallye, dem zweiten Lauf zur FIA Rallye-WM 2002, bereits
erfolgreich eingesetzt. Dank der Ventil-Modifikation an der Lenkpumpe vermittelt
die neue Lenkung ein nunmehr besseres insbesondere stabileres Lenkverhalten.
Der neue Frontstoßfänger und die neue Motorhaube ermöglichen eine erhöhte Luftzirkulation
und somit eine deutlich verbesserte Kühlung. Das Interieur des WRC3 erfuhr
nur einige kosmetische Korrekturen. Dabei wurde u.a. das Fahrer-Display geändert,
so dass nun erheblich mehr Daten für Fahrer und Ingenieure abrufbar sind.
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