Erster Europa-Auftritt für Conceptcar HCD-7

  • Hyundai zeigt Luxuslimousine der Zukunft auf dem Pariser Autosalon
  • Elegant-sportliche Linienführung sorgt für kraftvolle Erscheinung
  • 4,5-Liter-V8 leistet 270 PS, Fünfstufen-Automatik mit Lenkradbedienung

Neckarsulm. Einen Blick auf die Ideen von Hyundai für eine zukünftige Luxuslimousine liefert vom 28. September bis 13. Oktober der Pariser Autosalon: An der Seine feiert auf dem Messestand des weltweit siebtgrößten Automobilherstellers das Conceptcar HCD-7 seine Europapremiere. Der 4,96 Meter lange Viertürer entstand im kalifornischen Hyundai-Designzentrum in Fountain Valley und liefert eine ganze Reihe neuer Lösungen.

So nimmt der HCD-7 Abschied vom klassischen Stufenheckdesign. Statt dessen kennzeichnen den Ideenträger Coupé-artige Proportionen mit langer Motorhaube, hoher Gürtellinie, niedriger und sanft nach hinten abfallender Dachlinie sowie kurzer Heckpartie. Ein ungewöhnlich langer Radstand von 2,83 Metern lässt die Karosserieüberhänge vorne wie hinten gering ausfallen. In Verbindung mit stark betonten und weit ausgestellten Radhäusern, die 21 Zoll große Leichtmetallfelgen aufnehmen, wirkt der HCD-7 sportlich und kraftvoll. Senkrecht angeordnete Frontscheinwerfer mit Projektionstechnik sorgen in Verbindung mit einem markant gestalteten Kühlergrill für eine eigenwillige Optik in der Frontgestaltung - ebenso wie die gleichfalls vertikal positionierten Rückleuchten der Heckpartie eine ausgesprochen elegante Form geben. Die Karosserie des jüngsten Hyundai-Conceptcars überzeugt jedoch nicht nur formal: Um das Komfortniveau an Bord nicht durch Windgeräusche zu beeinträchtigen, erhielt der HCD-7 neben der aerodynamischen Karosseriegestaltung unter anderem eine um die A-Säulen herum gezogene Windschutzscheibe, die bündig an die Seitenverglasung anschließt.

Was äußerlich an den Flugzeubau erinnert, lieferte auch im Inneren Inspiration für die Designer. An Passagierjets etwa orientieren sich die Innenverkleidungen der Türen, die - ähnlich der runden Form einer Flugzeugkabine - konkav nach außen geformt wurden. Ebenso nehmen sich die opulent geformten Sitze Anleihen bei Flugzeugen: Sie sind mit feinstem Leder bezogen und vielfach verstellbar. Ein hohes Maß an Stabilität und Sicherheit bieten und vermitteln die optisch hervor gehobenen und mit gebürstetem Aluminium verkleideten B-Säulen.

Neue Lösungen bietet der HCD-7 auch bei der Gestaltung des Armaturenbretts. So wurde auf eine Mittelkonsole zugunsten eines großzügigen Raumempfindens bei den Passagieren verzichtet. Alle notwendigen Informationen beispielsweise über Klimaanlage, Navigations- oder Soundsystem liefert statt dessen ein sieben Zoll großer und ausfahrbarer Flachbildschirm, der auf der Oberseite des Armaturenbretts untergebracht ist. Gesteuert werden die Systeme über zwei Bedienungsfelder – für den Fahrer im Lenkrad, für den Beifahrer unterhalb des LCD-Monitors angeordnet. Auch für die Bedienung des Fünfstufen-Automatikgetriebes braucht der Fahrer nicht die Hände vom Steuer zu nehmen: Ihm stehen zwei Schaltpaddel am Lenkrad zur Verfügung.

Das kraftvolle Erscheinungsbild des HCD-7 findet unter dem Blech seine Fortsetzung. Denn den Antrieb des frontgetriebenen Luxusliners übernimmt ein 4,5 Liter großer und 270 PS starker V8-Motor mit Vierventil-Zylinderköpfen. Außerdem sind ABS und Traktionskontrolle an Bord, Hauptmerkmal des Fahrwerks sind adaptive Stoßdämpfer mit automatischer Fahrzeugniveaukontrolle.

Mit der Präsentation des HCD-7 in Paris setzt Hyundai seine Strategie fort, die Ideen und Lösungsansätze der für das Unternehmen arbeitenden Designer und Ingenieure einem breiten Publikum vorzustellen. Auf diese Weise knüpft das jüngste Conceptcar auch an den Clix an. Der vielseitige Ideenträger aus dem europäischen Hyundai-Designzentrum in Eschborn zeigte auf der IAA 2001, welche Konzepte auf der Plattform des neuen Getz möglich sind: So verwandelt sich der Clix von einem Coupé in einen Targa, ein Cabrio oder einen Pickup.

 
 
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