R&D-Center Namyang
Zentrum der Markenentwicklung ist das koreanische Namyang. Dort arbeiten über 7.000 Techniker an neuen Modellen und Antriebssystemen. Eine 4,5 Kilometer lange Ovalbahn ermöglicht es den Ingenieuren, neue Fahrzeuge und innovative Konzepte unter härtesten Bedingungen bei Spitzentempi von 250 km/h zu testen. Außerdem bietet das Gelände auf Teststraßen von rund 64 Kilometern Länge insgesamt 68 verschiedene Straßentypen. So lassen sich die Auswirkungen unterschiedlicher Fahrbahnoberflächen in der Fahrwerks- und Karosserieentwicklung berücksichtigen. Hochbelastung auf der Strecke, aber auch im Labor: Bevor ein neuer Motor die Freigabe zur Produktion erhält, muss er 500 Stunden mit maximaler Drehzahl auf dem Prüfstand aushalten. Insgesamt 250 solcher Messanlagen hat Hyundai in Namyang installiert, genug, um alle vorstellbaren Belastungsszenarien für einen Antriebsstrang zu simulieren.
Für die aerodynamische Feinabstimmung können die Ingenieure auf einen Windkanal zurückgreifen, der Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h simuliert. Den Sturm unterm Dach verursacht ein Rotor mit acht Metern Durchmesser, der von einem Elektromotor mit 3.400 PS angetrieben wird. Bei der Installation dieser 40 Millionen Dollar teuren Anlage hat Hyundai besonderen Wert auf die Akustik gelegt. Der extrem leise Windkanal dient auch als Akustiklabor, um die Fahrgeräusche späterer Serienmodelle besonders gering zu halten.
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