Sicherheit
Abstandsradar
Mit dem Tempomat gekoppeltes System, das automatisch Abstand zu vorausfahrenden Autos hält. Es passt die Geschwindigkeit an und bremst im Notfall ab. Das Erkennen einer solchen Situation bedarf einer komplizierten Sensorik, die Fehler weitgehend ausschließen muss.
Antiblockiersystem (ABS)
Urvater aller elektronischen Fahrerassistenzsysteme. ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen durch genau abgestimmte, kurze Bremsimpulse („Stotterbremse“). Serienmäßig in allen Hyundai-Automobilen. Den -> Bremsweg verkürzt ABS allerdings nicht.

Airbags
Luftsack zum Schutz der Insassen bei Frontal- oder Seitenaufprall, ausgelöst über eine spezielle Sensorik. Heute üblich sind Mehrkammer-Airbags, die sich je nach Schwere des zu erwartenden Unfalls füllen. Beifahrer-Airbags sind in der Regel per Schlüsseldreh deaktivierbar, sofern Kindersitze eingebaut werden. Hyundai bietet serienmäßig zwei Front-Airbags, in vielen Modellen werden Seiten- und Vorhangairbagsangeboten. Nicht nur in den Mittel- und Oberklassetypen Sonata und Grandeur, sondern auch im kompakten i30 gehören Front-, Seiten- und Dachairbags zum Lieferumfang.

Anhängerstabilisierung
Mit dem ESP gekoppelte Sensorik und Aktuatorik, die beim Schlingern des Anhängers die jeweils relevanten Räder des Zugfahrzeugs abbremst, um die Fahrt zu stabilisieren.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Vermeidet Schlupf, der beim starken Beschleunigen zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht. Die entsprechenden Signale liefert der Drehzahlgeber des ABS-Systems. Entweder wird nun die Drosselklappe geschlossen (Benziner) oder die Kraftstoffpumpe stillgelegt (Diesel), weiterhin können die Zündung beeinflusst oder Komponenten des ABS aktiviert werden.
Bremsen
Mittlerweile setzen fast alle Autohersteller Scheibenbremsen zum sicheren Verzögern des Fahrzeugs ein. Am häufigsten werden Faustsattelbremsen verwendet, bei denen ein Zylindergehäuse einschließlich Bremskolben beide Bremsbeläge wie eine Faust umgreift. Bisher nur in wenigen Autos zum Einsatz gekommen sind aufwendige, elektrohydraulische Systeme – die aber mit dem Aufkommen der Hybridtechnik zunehmend in Serie gehen werden.

Bremsfading
Nachlassen oder völliges Versagen der Bremswirkung trotz verstärktem Pedaldrucks. Ursachen sind zu hoher Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit oder die Abnutzung der Bremsbeläge.
Bremskraftverteilung
Bei den heute üblichen Zweikreisbremsen ist jedem Bremskreis eine Verteilereinrichtung von bzw. hinten zugeordnet. Üblicherweise werden die hinteren Bremsen mit einem reduzierten Bremsdruck beaufschlagt, um ein Blockieren der Räder zu verhindern. Bei der elektronischen Bremskraftverteilung (EBD) wird der Bremsdruck variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt – dies stabilisiert das Fahrzeug, wenn beispielsweise in einer Kurve gebremst wird.
Bremskraftverstärker
Bauteil zur Erhöhung der Bremskraft in Form von Unterdruck- oder hydraulischen Bremskraftverstärkern.
Bremsassistent
Unfälle könnten vermieden oder in ihrer Schwere reduziert werden, wenn die Fahrer rechtzeitig mit dem Bremsvorgang beginnen würden. Neuartige Bremsassistenten unterstützen bei Notbremsungen, indem sie bei zögerlichen Bremsversuchen den vollen Bremsdruck aufbauen – dargestellt unter anderem im Hyundai i30. Selbsttätig darf allerdings aus Produkthaftungsgründen noch nicht abgebremst werden, an diesem hochsensiblen Thema arbeiten derzeit alle Automobilhersteller.

Bremsweg
Zurückgelegter Weg zwischen dem Antippen der Bremse bis zum Stillstand. Die Strecke zwischen dem Bremsbeginn bei 100 km/h bis zum Stand sollte bei modernen Autos nicht mehr als 40 Meter betragen.
Elektronisches Stabilitätssystem (ESP)
Die sogenannte „Schleuderbremse“ reduziert die Motorleistung und bremst einzelne Räder ab, wenn das Auto zu schnell in eine Kurve geht oder einem Hindernis ausweichen muss. Die lebensrettende Fahrstabilitätsunterstützung gehört in nahezu allen Hyundai-Pkw bis hin zum H1 in Deutschland zur Serienausstattung. ESP nutzt eine hochkomplexe elektronische Sensorik, die auch die Warnsignale für den -> Überschlagschutz (Roll Stability Control) liefert. Gekoppelt mit ESP ist außerdem die -> Anhängerstabilisierung, die bei schlingernder Fuhre das Zugfahrzeug so abbremst, dass der Anhänger wieder spurtreu läuft.

Euro-NCAP
Zur einheitlichen Bewertung automobiler Sicherheitsaspekte werden seit 1997 die Regeln des European New Car Assessment Programs (Euro-NCAP) herangezogen. Der genormte Sicherheitstest, bei dem es unter anderem um das Verhalten beim Frontal- (seitlich versetzter Aufprall mit 64 km/h), Seiten- (48 km/h) und Pfahlcrash (30 km/h) geht, wird mit bis zu fünf Sternen bewertet.
Fernlichtassistent
Sensorik, die bei Nachtfahrt ein entgegenkommendes Fahrzeug identifiziert und das Fernlicht auf Abblendlicht umschaltet.
Gurtkraftbegrenzer
Intelligentes System, das die Rückhalte-Kraft des Sicherheitsgurts optimiert. Wenn die Insassen in den Airbag eintauchen, muss die Kraft reduziert werden, um die Belastungen auf Brust und Kopf gering zu halten.
Gurtstraffer
Gurtstraffer sorgen bei einem Unfall für den strammen Sitz des Sicherheitsgurtes. Sensoren, die starke Verzögerungen registrieren und nebenbei auch den Airbag zünden, aktivieren den Gasgenerator. Dadurch werden blitzschnell die Gurte aufgewickelt. Im Zusammenspiel mit dem -> Gurtkraftbegrenzer entwickelt der Gurt so sein volles Schutzpotenzial.
Hauptuntersuchung
Der Gesetzgeber schreibt bei Neuwagen nach drei, bei Gebrauchten alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung vor. Vorgenommen werden kann sie vom TÜV, der Dekra und weiteren Prüfungsorganisationen. Dabei wird das Fahrzeug auf seine Verkehrssicherheit überprüft. Eine entsprechende Plakette wird dann aufs hintere Nummernschild aufgeklebt.
ISO-Fix
Genormtes System zur sicheren Befestigung von Kindersitzen mit zwei Halteösen auf den dafür vorgesehenen Sitzen im Auto. Daran lässt sich der Kindersitz sicher befestigen. Von fast allen Autoherstellern, auch von Hyundai, angeboten.
Kopfstützen, aktive
Um bei einem Auffahrunfall der Überdehnung der Halswirbelsäule entgegen zu wirken, schnellt die ansonsten starre Kopfstütze etwas nach vorn, um den Kopf rechtzeitig abzustützen. Ausgelöst wird diese Bewegung durch den Druck des Fahrers auf die Rückenlehne. Gehört zum Lieferumfang für den Hyundai i30.

Kurvenlicht, statisch und dynamisch
Kurvenlicht passt beim Abbiegen oder in Kurven den Leuchtkegel den örtlichen Gegebenheiten an. Dafür gibt es zum einen Zusatzlampen, die sich bei entsprechendem Lenkeinschlag einschalten (statisch), zum anderen lassen dynamische Systeme den Hauptscheinwerfer geschwindigkeitsabhängig mitschwenken.
Leuchtweitenregulierung
Vom Gesetzgeber vorgeschriebene Einstellung der Scheinwerferhöhe, um den Gegenverkehr nicht zu blenden und dennoch den Raum vor dem Auto optimal auszuleuchten. Einige Hersteller bieten selbsttätig abblendende Systeme an, die über einen -> Fernlichtassistenten verfügen.
Lichtsensor
Mit dem -> Regensensor gekoppelter Signalgeber, der bei zunehmender Dunkelheit oder bei Einfahrt in den Tunnel dafür sorgt, dass das Hauptlicht eingeschaltet wird.
Nachtsichtassistent
System aus Infrarot- und/oder Radarsensoren und Wärmebildkamera, das bei Nacht den Raum vor dem Fahrer überwacht und Hindernis oder Lebewesen aufspüren soll. Momentan wird der Nachtsichtassistent (Night Vision) nur von wenigen Herstellern angeboten, sein Zusatznutzen kann noch nicht voll zufrieden stellen.

Regensensor
An der Frontscheibe angebrachter Sensor, der je nach Grad der Lichtreflektion die Intensität der Wischer regelt. Das Sensor-Signal wird auch dafür genutzt, Schiebedach und Seitenscheiben bei plötzlich einsetzendem Regen automatisch zu schließen. Der Regensensor lässt sich mit wenig Aufwand mit einem -> Lichtsensor koppeln.
Reifendruckkontrolle
Mit dem Aufkommen von Pannenhilfs-Sets, dem Weglassen des Ersatzrads und dem Einsatz von Reifen mit Notlaufeigenschaften (Run-flats) werden zunehmend Reifendruckkontrollsysteme (Tire Pressure Monotoring System, TPMS) installiert. Sie zeigen an, wenn es zu einem Luftverlust kommen sollte, bei aufwendigeren Lösungen signalisieren sie sogar .den entsprechenden Druckverlust und die Position des betreffenden Rades. Die Informationen dafür liefert entweder das ABS-System oder Extrasensoren, die direkt im Rad eingebaut sind. Über eine Reifendruckkontrolle verfügt beispielsweise die Hyundai i30-Familie.

Seitenaufprallschutz
System aus verstärkten seitlichen Schwellern, Türen und Seitenwänden mit aufeinander abgestimmten Verstärkungsprofilen, stabileren Türscharnieren, mehrschaligen A-, B- und C-Säulen sowie Sitzen mit verstärktem Lehnenrahmen.
Spurwechselassistent
Spurwechsel- und Spurhalte-Hilfssysteme warnen, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abzukommen droht oder wenn ein Spurwechsel eingeleitet wird, obwohl sich ein anderes Fahrzeug im -> Toten Winkel befindet.

Toter Winkel
Gefährlicher Bereich schräg hinter dem eigenen Fahrzeug, meist in Höhe der C-Säule, der trotz Außen- und Innenspiegel kurzzeitig nicht einsichtig ist.
Überrollbügel
Feststehender oder blitzschnell herausfahrender Sicherheitsbügel im Fond von Cabrios, das im Falle eines Überschlags die Insassen vor schweren Kopfverletzungen schützen soll.
Überschlagschutz
Mit dem ESP-System gekoppeltes Sicherheitssystem, das Fahrzeuge mit hohem Schwerpunkt (SUV, Geländewagen, Crossover) in zu schnell absolvierten Kurven vor dem Umkippen bewahrt.
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